An sich benötigt ein Bericht aus den vordersten Sandsackwällen der Flut einer sorgfältigeren Bearbeitung, aber die Zeit drängt. Morgen bereits könnte das Thema angesichts der sinkenden Pegelstände schon nicht mehr aktuell sein, Torwartstreit und Klinik-Streit greifen auf der Agenda bereits mit härtesten Bandagen an und wer weiß, was der April noch bringt (bzw. will). Der Monat selbst, wenn man dem Sprichwortreservoir der deutschen Sprache folgt, jedenfalls nicht.
Artikel mit Tag hochwasser
Sonntag. Ein Deichlauf.
Pegelstände gehen zurück
Pegelstand der Oder
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Bollwerk und Oder-Deich unter Druck
In Fürstenberg haben sie den Kanal wieder einmal richtig voll, weshalb aufgrund der beunruhigenden Nachrichten aus den Pegelmessstellen Hochwasserwarnstufe III ("Wachdienst") ausgegeben wurde. Dies bedeutet, dass momentan 42 Deichläufer rund um die Uhr die Wälle sicher machen oder wenigstens in Hinblick auf Auf-, Unter- und Durchspülung überwachen und dies hoffentlich sachlich-konstruktiver als einst der junge Hauke Haien:
. "... wenn die Wasser gegen den Deich tobten und beim Zurückrollen ganze Fetzen von der Grasdecke mit ins Meer hinabrissen, dann hätte man Haukes zorniges Lachen hören können. Ihr könnt nichts Rechtes, schrie er in den Lärm hinaus. So wie die Menschen auch nichts können."
Mehr über Flussdeiche als ich weiß, weiß - glücklicherweise - das Technische Hilfswerk und stellt eine entsprechende Informationsseite zur Verfügung. Es ist unbedingt auch aus logistischen Gründen notwendig, dass die Dämme diesmal halten und zwar problemfrei, da der zentrale Sandsackverladeplatz des Jahres 1997 dieses Jahr durch das Frühlingsfest blockiert ist. (sh. unten)
Der Artikel in der Märkischen Oderzeitung gibt obendrein noch einen Einblick in die (subjektiv wahrgenommene) Effektivität der Eisenhüttenstädter Stadtverwaltung:
Gunter Paasch, der direkt gegenüber von der Schiffsanlegestelle wohnt, sagte, er habe Martina Harz, die Leiterin des Eisenhüttenstädter Ordnungsamtes, am Donnerstag noch einmal auf seinen Vorschlag angesprochen, diese Stelle, wo gestern der Oder-Spree-Kanal überschwappte, zukünftig mit einer Spundwand zu sichern. Martina Harz, sagte Paasch, habe ihm gegenüber geäußert, den Vorschlag weitergeleitet zu haben. Gleichzeit habe sie Paasch gegenüber erklärt, mehr könne sie leider nicht tun, es sei nicht an ihr, darüber zu entscheiden.
Weitere Informationen:
- Hochwasserinformationen auf www.eisenhuettenstadt.de
- Landesumweltamt Brandenburg

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